...mals jenen Stellenert im Unterhaltungstheater einnehmen, re es nicht ein ernstzunehmender irtschaftsfaktor. Als Heimat des Musicals gilt der Broaday Der Broaday ist eine 25 Meilen lange Strae, die sich vom Sdzipfel bis hinauf in den Norden Manhattans zieht. Sie hat sich im Laufe der Jahre ohl zum grten und berhmtesten Unterhaltungszentrum der elt entickelt. Tatschlich liegt das eigentliche Theaterzentrum auf der est Side in den Seitenstraen des Broaday. Anfnge des amerikanischen Musiktheaters Das amerikanische Musiktheater ist einen langen, dornenvollen eg gegangen, auf dem es dies von der Oper, jenes von der Operette, hier etas von der Revue Revue ist eine Bhnendarbietung aus losen aneinandergereihten Szenen mit Gesang, Tanz und Artistik genommen hat. Aus diesen Zutaten entstand etas ganz Neues. Man nannte diese Mischung dann Musical. Das erste Musical ar ja ie bereits bekannt The Black crook. Bei dieser Vorstellung brachte man alles ein, as bhnentechnisch mglich ar. Angefangen mit simuliertem Nebel bis zu goldenen Kutschen, die auf die Bhne herabgelassen urde. Der pompsen bertreibungen folgten hnlicher Produktionen. Erhnensert ist nur Humpty Dumpty, eine Revue aus dem Jahre 1868. Eine esentliche nderungen zum Vorlufer ar, dass das Musical nicht mehr irgendo spielte, sondern in Ne York. Der Erfinder von Humpty Dumpty ar der berhmte George L. Fox, den ganz Amerika kannte und vergtterte. Sein Name hatte einen so guten Klang, dass er sich knstlerisch alles leisten konnte, und das tat er auch. Um seine Sho noch sensationeller zu machen, baute er verschiedenste Einlagen ein, z.B. Rollschuhfahrer, Turnriegen oder Jongleure. 1868 kam eine besondere Frau in die Theaterelt hinein, Lydia Thompson. Sie erschien mit einer gutgeachsenen Mdchentruppe, die vorsangen und vortanzten. 1875 prsentierten die Kiralfybrder die bhnenirksame Umsetzung des Romans In 80 Tagen um die elt. Die Kiralfys gehrtem zum Ensemble von The Black crook. Doch trotz aller Innovationen verfiel das amerikanische Musiktheater nach der Humpty Dumpty Euphorie von heute auf morgen in einen Dornrschenschlaf. Im Jahr 1878 allerdings lag ieder irbel in der Luft. George M. Cohan urde der 1. Mr. Big des Broaday. Der Durchbruch zum Musical 1917 strzte der Broaday in Jahre von Luxus, Verschendungssucht und Unverantortlichkeit. Die Vergngungen der frheren 20 Jahre lebten vom oberflchlichem Remmidemmi, die Shos hieen beispielseise Skandals of 1919. Ein ichtiger endepunkt urde 1921 zunchst gar nicht als solcher erkannt Das 1. erk eines Komponisten von Scharzen an Scharze urde geschrieben. Es hie Shuffle along, eine vor allem rhythmisch aufregende Sache. Die Songs hatten Tempo, die Tnzer irbelten zu bisher kaum gehrtem Jazz. eiteres folgten berhmte Musicals ie Lady be good und No, no, Nanette. Dialog, Lied und Tanz ergnzten einander in logischer Reihenfolge. Das ar so neu, dass Zuschauer und Kritiker in einen Begeisterungstaumel verfielen. Als 1. Gesamtkunsterk urde das Stck Sho Boat gepriesen und es begann die Zeit des Musical. Jerome Kern und Oscar Hammerstein der 2. hatten es aus der Taufe gehoben. Doch nach dem Ereignis Sho Boat folgte unverstndliche Stille. Das erk beirkte einfach nicht das beim Publikum, das man erartet hatte. ahrscheinlich ar der gerade erfundene Tonfilm daran schuld. Das Publikum rannte schareneise in die Kinos. Filme aren die ganz groe Attraktion, die Theater verloren Unmengen von Zuschauern an die neue, junge Kunst. Im Brsenkrach 1929 aren Bankenzusammenbrche an der Tagesordnung und zogen die Unternehmen der Unterhaltungsindustrie in den Strudel hinein. Kaum eine Inszenierung berlebte einen lngeren Zeitraum. Das einst so reiche Ne York stand am Rand des irtschaftlichen Bankrotts. 1931 ging es ieder etas bergauf mit den Musicals. Sie aren nichts Aufregendes. Auch die folgenden Jahre pltscherten dahin. Es aren harte Jahre, die der Broaday in den 30er Jahren durchmachte. Sein Massenpublikum hatte er ja an das Kino verloren, in denen Entertainment billiger angeboten urde als in den Theatern. Die Produzenten mussten sich etas einfallen lassen. Doch sie aren ratlos und ussten das die neue Qualitt nicht einfach aus dem rmel zu schtteln ar. Die ehemaligen Topleute arbeiteten fr die Filmproduktion, verdienten dort ihr gutes Geld. Von einem qualifiziertem Nachuchs ar eit und breit nichts zu sehen. Es begann die Zeit der kreativen Auseinandersetzung. Doch Kurt eill gab den Ansto fr das amerikanische Musical. Bei seiner Ankunft in den USA urde er sofort mit offenen Armen begrt. Er schrieb Balladen, gefllige Schlager und volkstmliche Musik. Doch als Theatermann interessierte er sich auch fr die Bhne. 1936 erhielt er seine Chance. Johnny Johnson, ein erk das gegen Krieg als Auseinandersetzung ablehnte, brachte eine neue Thematik an den Broaday. Das Musical ar kein Rieseerfolg, aber es fhrte den Komponisten eill mit Maxell Anderson, einem groen US- Dramatiker zusammen. Nun sollte ein Musical entstehen, dass auch die Leute anregte, die politisch nicht interessiert aren. 1938 fand die Premiere von Knickerbocker Holiday statt und urde ein berltigender Erfolg. Der Broaday hatte eine Antort auf den Druck aus Hollyood gefunden. Und zar ar es Qualitt. Als der 2. eltkrieg folgte lie dieser Gott sei Dank keine Ausirkungen auf das Theaterleben auf dem Broaday. Das Dilemma der 50er Jahre Anfangs der 50er Jahre erlebte der Broaday einen Schock. Niemand hatte die aufkommende Konkurrenz Fernsehen bislang sonderlich ernstgenommen. Doch die achsende Popularitt des neuen Mediums zeigte sich schnell in sinkenden Zuschauerzahlen. o aren die nachdrngenden Talente Niemand hatte Zeit sich um die Zukunft zu kmmern. Die Gegenart ar hart genug, denn die Produktionskosten stiegen. Als sich alles ein bisschen legte, gab sich das Musical kultiviert. Die Autoren achteten darauf, dass die Inhalte direkt oder indirekt etas mit den USA zu tun hatten. Unter den Stcken fanden sich ebenso passable Glcksgriffe, ie totale Pleiten- der Broaday ie er leibt und lebt. Man griff immer ieder auf Highlights der Vergangenheit zurck. Z.B. Porgy and Bess und Oklahoma!. Der groe und irklich sensationeller Durchbruch gelang 1957 mit est Side Story. est Side Story ist immer noch ein groes, erfolgreiches Musical. Die Musik stammt von Leonard Bernstein, die Gesangstexte von Stephen Sondheim und das Buch von Arthur Laurents. Von illiam Shakespeare urde die Handlung von der Tragdie Romeo und Julia 1599 in das Ne York der 50er Jahre bertragen. Die Liebesgeschichte spielt sich dabei vor dem Hintergrund eines Bandenkriegs rivalisierender Jugend-Gangs ab der amerikanischen Jets und der puertoricanischen Sharks. 26. September 1957 fand die Broaday-Premiere im inter Garden Theatre statt. Ausgezeichnet urde das Stck mit zei Tony Aards. Am 25 Februar 1968 fand die deutschsprachige Erstauffhrung in der Volksoper in ien statt. 1961 urde das Stck est Side Story verfilmt und erhielt zehn Oscars. Noch heute ird die est Side Story in Amerika und Europa gespielt, z. B. in De...
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