...eilte er selbst. Als Hrspiel erlebte es einen Erfolg schon im Februar. In einigen Tagen schrieb er das Stck die Erlebnisse eines Heimkehrers, der hinkend nach Hause kommt und verblfft ein anderes, idriges Deutschland findet. Stalingrad lag eit ferner und nebliger im Gedchtnis aber frisch, zitternfrisch. Die Feinde aren tot, der Schnee von einst verschunden , alles in die Erde verschun-den. Die Trmmer , die Schanzen, die eien Knochen auf den Feldern, die Ratten, aber zitternfrisch. Ein letzter, krftiger Feind blieb nah , ie ein Schatten die Gelbsucht. Allein konnte er sie nicht in die Erde jagen. Deshalb ar er jetzt unteregs nach Basel. Dort, erfahrene rzte rden ihn retten knnen. Jung und alt auf einmal! underlich, aber doch! Krieger und Mrnschenfreund auf einmal! underlich aber doch! Zum Tode verurteilt und begnadigt auf einmal! underlich aber doch! Und die Krankheit, die im Kerker ausgebrochene Krankheit, zang ihn anders zu handeln , als an sein erk zu denken. Die Gelbsucht nimmt die Krfte, macht mde, nagt an der Hoffnung das Schlimmste Ach! ieder ein Bahnhof!Der Zug hat keine Eile., keine menschliche Aufregung. Er folgt stundeneise einem Fahrplan nach. berall o ich schaue, sind die Reste des Kriegs noch lebendig ie in einem Totentanz. Die alder geinnen rascher ihre Kraft, die Verjungung, ieder.Die Menschen haben mit ihren Stadten voll zu tun und das dauert. Er schlummerte als der Zug auf den Basler Bahnhof bremste. Der Angstschei bente. seine Stirne . In den verrckten Jahren sah er Feldzugbette, Kerkerpritschen, Lazarettzge, aber niemals ein Bett im Krankenhaus 2 - Jetzt lag er in einem eien Bett, in eien Lacken , in einem eien Salon. Durch den dnnen Vorhang ar die grne Landschaft zu erkennen. Im Ohr luteten ihm die Stimme seiner Freunde Fhr hin, heile dich, zeig dir diesmal Geduld mit dir selbst., schone deine Krfte, dann komm zurck Theaterstcke zu schaffen ! In der Stille des Salons iegte ihn die orte Die lange lange Strae lang , ie eine GlockeStundenlang derselbe Rhytmus, als ob er seine verlorene Melodie suchte, eines nie geagten Tanzes. Auf der Terasse sa er eine eile , bis ein indiger Regen ausbrach eie olken, neblige olken auf den Schultern der Erde. Auf dem Ecktisch lag noch dieselbe Suppe von der Mahlzeit, eine ungerhrte Suppe. Kein Appetit. Kein under! Neben dem Suppenteller stand zar das kleine Mdchen mit ihren Beinen , so dnn ie Finger.ie Finger im inter. So dnn und so rot und so blau . Sie flsterte immerzu Lieber Gott, gib mir Suppe. Lieber Gott, gib mir Suppe. Ein Lffelchen nur, ein Lffelchen nur! Ein erschtterndes Erscheinen und der Kranke konnte nicht an die Suppe rhren. Die erlebten Greueltaten ollten sein Gemt nicht loslassen. Verrckt kann man erden, aber nie losgeorden und befreit, dachte er und ar sogar nicht traurig. Ab heute vergessen zu knnen und seelenruhig , re es zu viel! Die Vergangenheit ill nicht vergehen. die tonnenschere Vergangenheit ! Als Achtzehnjrige erlebte olfgang den Ausbruch des Kriegs, der ausgedehnteste und der grausamste aller Menschenkriege. Es ar aber keinesfalls sein Krieg. Mit zanzig Jahren beteiligte er sich schon an das Gemetzel von Stalingrad.Seine Briefe ber einen absurden Krieg, eine mrderische Regime und ber den verblffenden russischen inter beeindrckten die Ableser von Zenzur besonders der unvorstellbare russische inter. Bestimmt verurteilte ihn das Militrgericht egen der Verachtung des russischen inters ! Zeifelsohne re der Krieg anders verlaufen , enn der einstige inter ein normaler inter geesen re. Zeifelsohne htten seine Briefe anders die Schlacht im inter beschrieben. Zurckgeschleppt, verhrt, vor dem Miltrgericht gestellt zum Tode verurteilt! Des russischen inters egen ! Es ar die Hhe! Es ar die Hlle! Der begabte Briefenschreiber artete auf seinen Tod. In einer miseren Zelle hinter allen Tren den Tod erarten. Doch anstatt des Henkers kam die Begnadigung egen Gelbsucht und Difterie Eine Verschiebung des Kalterdens Sogar ein Verbrecherstaat ollte einen scherkranken Jungen nicht tten, trotz seiner ausdrucksvollen Briefe ber den Krieg. Dass aus solchen Briefen und aus anderen geschribenen Schreien ein erk erden ird, ein Augenzeuge der Hundejahre , konnte das Gericht nicht ahnen Doch das erk entstand im Marsch, im Kerker, unter Kannonengeheul, im inter aller inter, den auch das Militrgericht hasste hasste aber nicht verstand.. Der Kranke beharrte Helm ab, Helm ab. ir haben verloren! Das erk, die uniderstehliche ahrheit eines mutigen Knstlers, kam gealtig heraus. Htte das Gericht alles gelesen, htte es ihn nie begnadigt. Abes das Schicksal beschloss anders. Nur noch zei knappe Jahre im Frieden schaffen Jetzt httete er das Bett der Leib unbeegt, die Gedanken bummelten herum. Als der Zug im Begriff zu starten ar, fhlte er ein Zgern, ollte sogar von der Treppe zurckspringen. Nur noch die Blicke, die entschlossenen Blicke seiner Begleiter er muss eg, sich zu heilen hielten ihn noch im Zug. Nach fnf Minuten ar es zu spt. Der Zug beschleunigte, umhllte sich in einer Dampfolke, ie ein Gespnst Die Kraft mit dem er den Bahnhof zurcklie , flsste olfgang ein Strkegefhl ein Als Soldat ar alles anders. Der mutige Soldat steigt in den Zug, juppheidi, ein oder aus, echselt auf Befehl die Richtung, durchquert Europa,juppheida, fhlt aber kein Zgern, keine Sehnsucht.Angst,ja! enn die Kannonenorgel verstummt.Er friert und schlummert kurz ie die Hasen, oder noch schlimmer, schlaflos schreibt er die Briefe seines Verhngnis. Drang nach Osten! Jucheee! Htte ein Brief anfangen knnen. Propaganda! Lgen! Absurder Feldzug fr Mann und Pferd! Tierisches etter! Der Frost aller Frste zerbricht die Erde.! Aber, er hat uns alle gelogen er hat uns Trugbilder serviert Dieser allherrschender Schnee ist die Antort. Der eie Tod ! Angenommen, dass die Zensoren etas hnliches unter die Augen bekamen. Der Junge urde auf einem Hieb von einem unichtigen Soldat zu einem Grofeind der Regime. Ein Narrenstaat der so pervers und scheinheilig ar , sich ein Heldenstaat zu glauben. Seine mitrauischen Blicke duldeten keinen Zeifel, keinen Trotz. Der Staat reagierte immer in gleicher Art, mit Gealt und Terror. Er taumelte ie ein Schlafandler, aber ar dessen nicht beut genau ie ein Schlafandler. Eine ruhige, ahre Erlsung fand der junge Artist niemals. In jener Nu ollte er nur bei sich bleiben, nur begreifen , Gefhle in Ordnung bringen. Vor einem Tag berraschte er den Arzt, als er die Achseln zuckte. Doch, das lie ihn nicht einschchtern Er ar ein Selbstloser Immer liebte er andere esen Menschen, Tiere. Die auf ihn lauernde Gefahr vernahm er nicht. Seine Erlebniss...
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