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PAPIERERZEUGUNG

...den Bogen um und presste sie mit einer iegenden Beegung auf einen feuchten Filz, sodass das Blatt von der Form auf den Filz bertragen urde. Dann bedeckte er den abgegautschten Bogen mit einem eiteren Filz. Darauf kam ieder ein Bogen und so entstand ein Stapel mit abechselnd Filz und Papier. Dieser Stapel urde anschlieend in einer groen hlzernen Spindelpresse gepresst. Durch starken Druck urde mglichst viel asser aus dem Papier herausgepresst. Auerdem trug das Pressen zu einer besseren Verbindung der Fasern bei. Danach urde der Stapel aus der Presse genommen und die Arbeit des Ablegers begann. Vorsichtig lste er die noch feuchten Papierbogen von den Filzen. Die immer noch feuchten Bogen brachte er auf einen Trockenboden und hngte sie ber Seile aus ross- oder Kuhhaar, die mit Bienenachs bestrichen aren. enn es sich um Schreibpapier handelte, musste es nach dem Trocknen noch geleimt erden. Zum Leimen urde Tierleim, oft zustzlich mit Alaun vermischt, verendet. Die Bogen urden bndeleise in eine groe Btte mit heisser Leimlsung getaucht, kurz gepresst und iederum getrocknet. Durch diese Behandlung urde das Papier erst schreibfest - sonst htte es sich ie Lschpapier verhalten. - 2 - Die trockenen Bgen aren ellig und unansehnlich und mussten nun geglttet erden. Das Gltten der Papieroberflche erfolgte bis zur Einfhrung des assergetriebenen Gltthammers im 16. Jahrhundert hndisch mit einem Achatstein. Erst im 18. Jahrhundert urden zum Gltten des Papiers mechanische Satinieralzen entickelt. Noch in der ersten Hlfte des 19. Jahrhunderts entstanden in einer Papiermhle pro Arbeitstag eta 13 Stunden um die 3000 bis 4500 Bogen handgeschpften Papiers. Es musste ei, dnn und gleichmig sein. Das hing natrlich von der guten Arbeit des Papiermachers, aber auch von den Rohstoffen und dem asser ab. Papiermhlen konnten sich mit Qualittspapieren einen guten Namen machen. Noch heute erkennt man solche Papiere an ihrem asserzeichen. Ein asserzeichen ist ein hellerer Bereich in einem Papierbogen, meist ein Bild- oder Schriftzeichen, der nur in der Durchsicht enn man den Bogen gegen das Licht hlt klar erkennbar ist. Der ursprngliche Sinn der asserzeichen ist nicht bekannt. Aber im Mittelalter hatte es vielseitige Bedeutung sie dienten als Erkennungszeichen einzelner Papierfabriken, auch als Formatzeichen oder Zunftzeichen. Noch heute erden asserzeichen verendet fr exklusive Schreib- und Briefpapiere und als Sicherheitsmarken fr Banknoten, Aktien und Reisepsse. Bis Ende des 18. Jahrhunderts urde das gesamte Papier hndisch hergestellt. Die Qualitt ar sehr hoch, aber die Produktivitt zu gering um die stndig steigende Nachfrage befriedigen zu knnen. Die erste Langsieb-Papiermaschine des Franzosen Nicholas-Louis Robert leitete die Epoche der maschinellen Papierfabrikation ein. Mit dieser Maschine ar es nun erstmals mglich eine beliebig lange Papierbahn zu erzeugen und damit Papier schneller und kostengnstiger zu produzieren. Das vom Englnder Bryan Donkin verbesserte Modell hatte bereits alle esentlichen Elemente unserer modernen Papiermaschinen. Der Faserbrei urde auf ein endloses, sich stndig beegendes Drahtsieb gegeben. Der grte Teil des assers lief sofort ab. Das gebildete Faservlies urde auf ein Filztuch bertragen und zischen mehreren alzen hindurchgefhrt, die eiteres asser herauspressten. Dann passierte das Papier erhitzte Trockenzylinder. Kalanderalzen gltteten das Papier, bevor es schlielich zu Rollen aufgeickelt urde. Um 1827 produzierte eine solche Maschine mit nur 3 Mnnern und 2 Jugendlichen eine Menge, fr deren Herstellung nach altem Verfahren 50 bis 60 Personen erforderlich aren. Ab eta 1825 entickelte sich in Europa und in den Vereinigten Staaten die Industrialisierung der Papierproduktion in rasantem Tempo. Zum Beispiel gab es in England 300 Papiermaschinen und 250 in Frankreich. Nachdem in der l. Hlfte des 19. Jahrhunderts alle bisher von Hand ausgefhrten Arbeitsschritte mechanisiert urden, entickelte sich in der 2. Hlfte die industrielle Produktion neuer Rohstoffe in eigenen Zellstoff-Fabriken. - 3 - Die Rohstofferzeugung urde damit von der Papierherstellung abgetrennt. Neben den maschinellen Fortschritten erhielt die Zellstoff- und Papierindustrie in der Zeit nach dem 2. eltkrieg auch esentliche Impulse durch die eiterenticklung der Mess- und Regeltechnik. Diese Enticklung fhrte zu EDV-Anlagen bz. Prozessleitsystemen, die den gesamten Produktionsgang immer strker automatisierten. Arbeitsgeschindigkeiten und damit auch die Erzeugungsmengen urden immer grer. Aber nicht nur in quantitativer Hinsicht vollzog sich die Enticklung, sondern vor allem auch qualitativ. Auch im Zeitalter der neuen elektronischen Medien hat das Papier nicht an Bedeutung eingebt - im Gegenteil. Es ar ein langer und eiter eg von den ersten vor mehr als 2000 Jahren in China in mhsamer Handarbeit geschpften Papierbogen bis zu den tonnenscheren Papierrollen, die heute von gigantischen Hochleistungsmaschinen produziert erden....
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