...sichert ist, aber auch allein auf strategischem, irtschaftlichem oder kulturellem bergeicht eines Staates ber andere beruhen kann Reich. Viel esentlicher fr den Alltag aren jedoch die kleineren, politischen Grundeinheiten, die am besten als Stadtstaaten zu bezeichnen sind. Die Regierung der Reiche Die Regierungsform ar ein Knigtum, dessen Knig gehlt urde. Vier der vornehmsten Edelleute, die durch ihre eigene Krperschaft unter der vorherigen Regierung ausgehlt orden aren, bekleideten das Amt der hler, denen sich die zei kniglichen Verbndeten von Tezcuco und Tlacopan anschlossen. Der Herrscher urde aus den Brdern des verstorbenen Frsten gehlt oder aus seinen Neffen. Auf diese eise blieb die ahl stets auf die nmliche Familie beschrnkt. Der begnstigte Beerber mute sich im Krieg ausgezeichnet haben, auch enn er, ie eta der letzte Montezuma, ein Mitglied des Priesterstandes ar. Diese sonderbare Art der iederbesetzung des Thrones hatte manche Vorteile. Die Beerber erhielten eine Erziehung, die sie zur kniglichen rde geeignet machte, hrend das Alter, in dem sie gehlt urden, das Volk nicht nur gegen die bel der Minderjhrigkeit schtzte, sondern auch hinreichende Mittel gehrte, ihre Befhigung zum Amt zu beurteilen. Jedenfalls ar diese Methode erfolgreich, da der Thron, ie schon erhnt, mit einer Nachfolge fhiger Frsten besetzt urde , die sich dazu eigneten, ber ein Kriegliebendes und ehrgeiziges Volk zu herrschen. Die ahlanordnung, so mangelhaft sie auch ar, verrt eine verfeinerte und ohlberechnettere Staatsklugheit, als man von einem vergleichseise unzivilisierten Volk erarten durfte. Der neue Knig urde mit vielem Prunk religiser Frmlichkeit in seine knigliche rde eingefhrt. Doch dies geschah nicht eher, als bis er durch einen siegreichen Feldzug eine hinreichende Zahl von Gefangenen gemacht hatte, um seinen Siegeszug in die Hauptstadt zu schmcken und Schlachtopfer fr die finsteren und blutigen Gebruche zu liefern. Die Krone die reich verziert ar urde ihm von dem Herrscher von Tezcuco, dem mchtigsten seiner kniglichen Verbndeten, auf das Haupt gesetzt. Der Titel Knig urde spter vom Titel Kaiser verdrngt vielleicht um den Vorrang vor den verbndeten Knigreichen Tlacopan und Tezcuco anzudeuten. Die aztekischen Frsten besaen eitlufige Palste die Hallen enthielten, fr die verschiedenen Ratsversammlungen, die dem Knig bei der Ausbung seiner Geschfte behilflich aren. Die ichtigste ar eine Art von geheimem Staatsrat, der ahrscheinlich zum Teil aus den von den Edelleuten nach der Thronbesteigung ernannten vier hlern bestand, deren Stellen, enn sie durch einen Todesfall ausfielen, sofort ieder besetzt urden. Sie muten dem Knig in bezug auf die Regierung der Landschaften, auf die Veraltung der Einknfte und berhaupt auf alle ichtigen Gegenstnde der ffentlichen ohlfahrt Ratschlge erteilen. Es gab aber auch mchtige, reiche Huptlinge die gleich unabhngigen Frsten auf ihren Lndereien lebten. Die gesellschaftliche Ordnung Ebenso ie in den anderen Bereichen ihrer Kultur aren die Stadtstaaten des zentralen Mexiko und die drei Bndnispartner des aztekischen Reiches auch in den Grundzgen ihrer gesellschaftlichen Ordnung eitgehend einheitlich. Die Bevlkerung ar in Geburtsadlige und in die nicht Geburtsadligen sozial geschichtet. 10 der Bevlkerung gehrten dem Geburtsadel Pilli an, dem standen 90 Nichtadlige gegenber. Die beiden Schichten aren in sich noch eiter gestaffelt. Soohl zischen den beiden groen Schichten als auch deren Unterteilungen ar ein sozialer Aufstieg oder Abstieg fast unmglich. Die einzige Mglichkeit fr sozialen Aufstieg aren besondere, kriegerische Leistungen. Nichtadlige erlangten auf diese eise Tributfreiheit und bekamen Land zugeiesen. Diese nannte man Verdienst- oder Dienstadel. Der Adel Der Geburtsadel ar in sich deutlich geschichtet. Die Adelshuser unterschieden sich nach Herkunft, Abstammung, Besitz und Macht. Die Stellung drckte sich im Besitz bestimmter historischer Titel aus. In verschiedenen Stadtstaaten kamen oft dieselben Titel vor. Die Fhrung eines Adelshauses ar nicht einfach vererbbar der Nachfolger ar meist der lteste Sohn der ranghchsten Ehefrau. ie auch bei den Knigen mute sich auch der Sohn der adligen erst im Krieg beeisen. Auerdem mute er Erfahrungen in niedrigeren mtern gesammelt haben. Vereinzelt bernahm auch ein eiblicher Nachkomme die Fhrung eines Adelshauses. Der Akt der Amtsbernahme ar mit religisen Zeremonien verbunden, darunter auch die Durchbohrung der Nasenscheideand, soie einer Verteilung von kostbaren Geschenken an die Teilnehmer. Das Adelsgeschlecht hatte seinen Hauptsitz in einem Palast. Zu diesem gehrte ein beachtlicher Landbesitz der vom Oberhaupt oder Angehrigen seiner engeren Familie veraltet urde. Die Lndereien und Titel urden innerhalb einer Familie vererbt. Soohl im Rang als auch im Reichtum gab es innerhalb des Adels gealtige unterschiede die auch nach auen erkennbar gemacht urden. hrend es sich die meisten Adligen der greren Stadtstaaten leisten konnten mehrere Frauen zu haben und einen entsprechend groen Haushalt zu fhren, aren Adlige unteren Ranges nicht von Bauern zu unterscheiden. Ausschlielich der Adel verfgte ber Landbesitz, obei das Besitzgebiet nicht unbedingt zusammenhngend ar. Der Nutzen des Landes von den Adligen ar der, da sie mit den erzielten Produkten handeln konnten. Alle Nichtadligen die an Adelshusern arbeiteten oder auf deren Lndereien muten Abgaben an die adligen Besitzer zahlen. Fr die jungen mnnlichen Adligen fand in den ichtigen Tempeln angegliederten Schulen calmecac eine militrische Ausbildung statt, es urden aber auch Kenntnisse in Religion und Veraltung vermittelt und die fr Adlige als ichtig erachteten Fhigkeiten ie Dicht- und Redekunst entickelt. Die Nichtadligen Die Mehrzahl der Bevlkerung ar nicht adelig. Zumeist aren sie Bauern, manche aren nebenbei auch noch Handerker. Die meisten Haushalte bestanden aus Familien die mehrere Generationen umfaten und verheirateten Geschistern. Die Ehen aren monogam und das jung verheiratete Paar pflegte zur Familie des Mannes zu ziehen. Unter Umstnden gehrten einem Haushalt auch nichtverandtschaftliche Familien oder Ehepaare an. Ein je nach Region verschieden groer Teil der nichtadligen Bevlkerung bearbeitete das Land eines Adelshauses und ar somit von diesem abhngig. Die Bauern lieferten dem Besitzer des Landes einen Teilertrag. Entsprechend verfuhren auch die Handerker mit ihren Produkten. Die Handerker besaen die Mglichkeit sich von dem Adelshaus ihrer Region zu trennen und in eine andere Region zu ziehen. Von dieser Mglichkeit urde oft Gebrauch gemacht. Ein anderer Teil der nichtadligen Bevlkerung gehrte rtlich gebundenen kooperativen Verbnden an. Diese Verbnde aren sozial enig geschichtet. Die Verbnde aren auf eine gemeinsame ethnische Herkunft aufgebaut. Das Land ar in Parzellen an die Mitglieder verteilt, die es dauernd und ohne Abgabenverpflichtung nutzen konnten. Das Anrecht ar vererbbar und konnte nicht verkauft erden und fiel bei Nichtbearbeitung an die Gemeinscha...
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