...Ohrdurf. Genau ie J.S. ar auch J.Christoph musikalisch sehr begabt. Er urde sogar von J.S. als einen tiefgrndigen Komponisten gelobt. J.S. meinte damit ohl das er schpferisch an der Orgel improvisierte, denn es sind keine erke von Christoph berliefert. Christoph bte ganz sicher einen tiefgreifenden Einfluss auf Sebastian aus. Er unterrichtete ihn im Klavierspiel und fhrte ihn in die Technik des Musikkopierens ein. In dieser Zeit konnte Bach auch praktische Erfahrungen im Orgelbau sammeln, denn an der grossen Orgel der Michaeliskirche urden unter Christophs Aussicht gerade umfangreiche Restaurierungsarbeiten durchgefhrt. Sebastian erarbeitete sich sein tglich Brot brigens mit dem Gesang im Schulchor.Ausbildung in LneburgAls Sebastian 15 ar, urde es im Haus des Bruders etas eng. Christoph hatte zei Kinder, und ein drittes ar unteregs. So verliess Johann Sebastian Ohrdurf und ging nach Lneburg, o er als Freischler in die Michaelisschule eintrat.Bach schloss sich bald dem Mettenchor der Michaeliskirche an. Die Mitglieder dieses Chors aren in der Regel Kinder armer Familien. Sie erhielten kostenlos Schulunterricht und Verpflegung und selbst entsprechend ihrem Alter ein kleines Taschengeld. Darber hinaus bekamen sie einen Anteil von dem Entgeld fr Hochzeiten und andere Feierlichkeiten. Bach sang bis zu seinem Stimmbruch in dem Chor, dann urde er Instrumentalist. In der Schule belegte er die Fcher Latein, evangelische Religion, Arithmetik, Geschichte und Geographie, deutsche Lyrik, Physik, Heraldik und Genealogie.In Lneburg hrte er den Organisten der Johanniskirche, Georg Bhm. Es ar ahrscheinlich Bhm, der Bach riet, Jan Adams Reinken, den berhmten Organisten der Hamburger Katharinenkirche, anzuhren. Bach ar soohl von Reinkens glnzendem Spiel ie von der Orgel der Kirche selbst beeindruckt.Von 1702 an ar Bach, gerade 17 Jahre alt, ganz auf sich allein gestellt. Nach etlichen erfolglosen Versuchen, Arbeit zu finden, erhielt er schliesslich an einem kleineren Hof in eimar eine Anstellung als Musiker, doch bezahlt urde er ie ein Lakai.Im August 1703 urde er Organist der neuen Kirche in Arnstadt. Zunchst ar der junge Bach vom Kirchenkomitee dem Konsistorium von Arnstadt lediglich um die Abnahme der gerade umgebauten Orgel gebeten orden. Er tat sich dabei so sehr hervor, dass das Konsistorium den rtlichen Organisten, Andreas Brner, berging und Bach den Posten anbot.In Arnstadt hatte Bach vergleichseise enig Verpflichtungen, doch es ar nie genau festgelegt orden, orin diese genau bestanden. Dies fhrte spter zu Querelen mit dem Kirchenkomitee. Bach ar ein reizbarer Mensch und verstand sich auch nicht aufs Unterrichten. Ausserdem verrgerte er das Konsortium, das so grosszgig seine Ernennung durchgesetzt hatte, und ar bei seiner Gemeinde unbeliebt. Er erhielt einen strengen Vereis, eil er den vereinbarten Urlaub von vier ochen auf fast drei Monate ausgedehnt und es seinem Assistenten berlassen hatte, zu Advent und zum eihnachtsfest 1705 soie zu Neujahr 1706 zu spielen. Das Konsistorium fand seine Entschuldigung unbefriedigend und beklagte auch, dass seine Choralbegleitungen fr den Gemeindechor zu schierig seien. Vom Konsistorium kam auch eine Bescherde egen der Anesenheit eines fremden Mdchens auf der Orgel-Galerie. Dieses Mdchen ar die zuknftige Frau des Komponisten, und er hatte vom Pfarrer die Erlaubnis erhalten, sie mit auf die Empore zu nehmen.Im Sommer 1707 verliess Bach Arnstadt um eine Stellung in der Blasiuskirche in Mlhausen anzutreten. Sein Aufenthalt in Mlhausen ar zar nur kurz etas lnger als ein Jahr , doch usserst ereignisreich. Bach schrieb dort seine ersten Kantaten. In Mlhausen heiratete er auch seine erste Frau, Maria Barbara Bach, eine entfernte Kusine, die ie Sebastian selbst dem musikalischen Zeig der Bach-Familie entstammte. Sie hatten sich in Arnstadt kennengelernt und urden 1707 in Marias Heimatort Dornheim getraut. Bach verliess 1708 Mlhausen und trat eine Stellung am Hofe von eimar an.Konzertmeister in eimarDieses Engagement ar Bach von Herzog ilhelm Ernst, dem regierenden Frsten von Sachsen-eimar, angeboten ja geradezu aufgezungen orden. Herzog ilhelm Ernst ar einer der bedeutendsten Adligen Thringens, sein Hof ein ichtiges kulturelles und theologisches Zentrum. Unter seinem Patronat arbeitete Bach in eimar von Juli 1708 bis Dezember 1717. Zunchst ar er nur Hoforganist, doch am 2. Mrz 1714 urde ihm der Titel eines Konzertmeisters verliehen. In eimar komponierte Bach einen Grossteil seiner Orgelmusik, seine Cembalo-Toccaten und eine eindrucksvolle Serie von Kantaten fr die Hofkapelle des Herzogs. Mit einer seiner Auftragsarbeiten, einer Geburtstagskantate fr den anspruchsvollen Herzog Christian von eissenfels, begann eine Verbindung mit dem eissenfels-Hof, die bis zum Tode des Herzogs im Jahre 1736 und damit dem Ende dessen Geschlechts andauerte.hrend seiner eimarer Zeit urden sechs seiner Kinder geboren. Bach und seine Frau hielten den Kontakt zu Freunden und Verandten in Ohrdruf, Arnstadt und Mlhausen dadurch aufrecht, indem sie sie zu Paten ihrer Kinder machten.Bachs Knnen zog viele Beunderer an. Von dieser Zeit an ar er nie ohne Schler. Als Hndels Lehrer Zacho starb, urde ihm eine ichtige Organistenstelle in Halle angeboten. Bach nahm die Stellung jedoch nicht an, denn als er den Herzog bat, ihn aus seinen Diensten zu entlassen, machte der ihn zum Konzertmeister. Dieser neue Posten ar mit einem guten Gehalt verbunden, mit dem die Arbeitgeber in Halle nicht mithalten konnten. Doch er hielt die guten Beziehungen zu Halle aufrecht. 1717 urde Bach von dem einflussreichen Hamburger Komponisten Mattheson als der berhmte eimarer Organist gepriesen.1717 besuchte Bach brigens auch noch Dresden um in einen musikalischen etstreit gegen Marchant anzutreten. Marchant allerdings kniff und so blieb Bach ohne Gegner.Unstimmigkeiten in eimarhrend die ersten Jahre in eimar fr Bach eine sehr schpferische Zeit geesen aren, fhlte er sich dort spter nicht mehr so ohl. Ursachen fr seine Unzufriedenheit aren Familienfehden im eimarer Knigshaus soie die ungehnliche Intrigen bei der Suche nach einem neuen Kapellmeister. Bach entschloss sich schliesslich, sich nach einer anderen Position als Kapellmeister umzusehen.Er erhielt ein Angebot des Frsten Leopold von Anhalt-Kthen und ersuchte Herzog ilhelm erneut um seine Entlassung, as ihm ieder abgeschlagen urde. Als Bach sein Anliegen noch einmal vortrug, stellte der Herzog ihn vom 6. November an unter Hausarrest Am 2. Dezember entliess er ihn dann endgltig in Ungnade aus seinen Diensten.Kapellmeister am Hofe Frst LeopldsDie Beziehungen zu seinem neuen Arbeitgeber aren gut. Frst Leopold, ein musikalischer junger Mann, ermutigte Bach in jeder eise, alle Arten von Instrumentalmusik und eltlicher Vokalmusik zu schreiben. In Kthen urde das letzte Kind, das Bach mit seiner ersten Frau hatte, geboren ein Sohn, der nach seinem Paten, dem Frsten Leopold, genannt urde. Doch das Kind lebte nicht lange.Trotz des frhen Todes dieses Sohnes ar...
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