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Beethoven

...l nach ien und bildete sich dort v. a. bei Joseph Haydn, spter auch bei Johann Georg Albrechtsberger und Antonio Salieri eiter. Kontakte zu Adeligen aus Bonn ermglichten Beethoven den Zugang zu den iener Adelshusern, o er hufig auftrat und sich als Pianist und Komponist profilierte. In diesen Kreisen beunderte man besonders seine Fhigkeiten bei der Improvisation, die vermutlich in die frhen Klavierkompositionen Eingang gefunden haben. In dieser Zeit urde Beethoven besonders untersttzt von den Frsten Lichnosky, Rasumosky, Esterhzy und Lobkoitz. Zuendungen durch adelige Frderer und die Verffentlichung seiner Kompositionen ermglichten Beethoven ein Leben als freischaffender Knstler, as Mozart ein Jahrzehnt zuvor nur bedingt gelungen ar.1794 begann Beethoven mit der Komposition der Klaviertrios op. 1, seiner ersten groen Verffentlichung. Im Mrz 1795 trat er das erste Mal ffentlich im Burgtheater vor das iener Publikum, obei er ahrscheinlich sein 1. Klavierkonzert urauffhrte. 1796 folgten erfolgreiche Konzertauftritte in Prag, Dresden und Berlin soie in Preburg und Pest. Nach Klaviersonaten und vielfltigen Kammermusikerken begann Beethoven 1798 mit der Komposition der sechs Streichquartette op. 18, mit denen er die groe Serie seiner Streichquartette erffnete. 1799 galt der Scherpunkt seiner Arbeit neben diesen erken und der Klaviersonate in c-Moll op. 13, Pathtique, 179899 der Komposition seiner 1. Sinfonie C-Dur, op. 21, 17991800. Die Gattungen der Sinfonie, der Klaviersonate und des Streichquartetts bildeten von nun an das Herzstck seines Schaffens.4 TAUBHEIT UND ISOLATION Schon 1796 traten erste Anzeichen eines Gehrleidens auf, das bei Beethoven das Gefhl einer gesellschaftlichen Isolation immer strker erden lie. Er verlie ien nur noch zu krzeren Reisen nach Prag, Dresden, Leipzig und Berlin soie fr Kur- und Badeaufenthalte. Den Sommer verbrachte er in der Regel in der Umgebung von ien meist in Heiligenstadt, im Herbst zog er nach ien zurck. Im Heiligenstdter Testament offenbarte er 1802 seinen Brdern die Verzeiflung ber die zunehmende Taubheit. Dennoch entstanden gerade in diesen Jahren Schlsselerke seines voll ausgebildeten, hochklassischen Stils Seinem Schler Carl Czerny gegenber sprach er 1802 von einem neuen eg, den er jetzt einschlagen erde. Im selben Jahr entstanden die bedeutenden drei Klaviersonaten op. 31. 1803 komponierte er nicht nur die ursprnglich Napoleon geidmete 3. Sinfonie in Es-Dur op. 55, Eroica, mit der er der Sinfonie vllig neue ege erffnete, sondern auch die groe aldstein-Klaviersonate C-Dur op. 53 soie u. a. das Oratorium Christus am lberge op. 85. 1805 schrieb er die Appassionata-Klaviersonate f-Moll op. 57 soie Leonore, die erste Fassung seiner Oper Fidelio. Sie urde hrend der franzsischen Besetzung iens mehrfach aufgefhrt, konnte sich aber nicht durchsetzen. 1806 entstanden u. a. das Violinkonzert D-Dur op. 61, 180708 die 5. Sinfonie c-Moll op. 67 und die 6. Sinfonie F-Dur op. 68, Pastorale. Gerade in der Behandlung des Orchesters lsst sich ein enormer Unterschied zu den erken der ersten iener Jahre erkennen Das Orchester urde nun zum entscheidenden Instrument Beethovens. Die Kompositionstechniken, die er hier entickelte, prgten nun auch seine nichtorchestralen erke.Ab 1805 schrnkte Beethoven seine sozialen Kontakte zunehmend ein. Ein Angebot, als Hofkapellmeister nach Kassel zu gehen, lehnte er 1809 ab, nachdem ihm eine Gruppe iener Aristokraten eine hohe Jahresrente zugesichert hatte. Damit ar sein Lebensunterhalt endgltig gesichert. Seinen letzten ffentlichen Auftritt hatte er 1814. Nach dem Tod seines Bruders Carl bernahm er 1816 die Vormundschaft fr seinen Neffen Karl, den er 1818 in sein Haus aufnahm 1819 musste er jedoch auf Druck der Mutter auf die Vormundschaft verzichten. Familire Streitigkeiten, zermrbende Prozesse und Sorgen um den Neffen begleiteten Beethoven fr den Rest seines Lebens.Um 1818 ar Beethoven vllig taub georden und konnte sich nur noch mit Hilfe kleiner Konversationshefte mit seinen Besuchern verstndigen. Hufige Krankheiten behinderten ihn, sein Freundeskreis verkleinerte sich stetig. Beethovens Schaffen urde jedoch durch die Taubheit nicht beeintrchtigt. Er schrieb z. B. 1819 nicht nur den riesigen Zyklus der Diabelli-Variationen op. 120 fr Klavier, sondern begann auch mit der Komposition der Missa solemnis D-Dur op. 123, die anlsslich der Amtseinfhrung seines Schlers, des Erzherzogs Rudolph, als Erzbischof von Olmtz im folgenden Jahr 1820 aufgefhrt erden sollte er konnte die immer grere Dimensionen annehmende Messe erst 1823 beenden. Seine letzten Klaviersonaten op. 109 E-Dur, op. 110 As-Dur und op. 111 c-Moll, mit denen er diese Gattung in ganz neue Bereiche fhrte, entstanden von 1819 bis 1822. Von 1822 bis 1824 arbeitete er an seiner 9. Sinfonie d-Moll op. 125, die er in einem selbst veranstalteten Akademiekonzert am 7. Mai 1824 urauffhrte. Ab 1824 folgten dann die spten Streichquartette op. 127, op. 130 bis 132 und op. 135.Nachdem Beethoven schon seit Dezember 1826 bettlgerig ar, starb er am 26. Mrz 1827 in ien an einem Leberleiden. Drei Tage spter urde er auf dem hringer Friedhof beigesetzt. Eine groe Trauergemeinde nahm Anteil, die Grabrede stammte von Franz Grillparzer. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, im Jahr 1888, urden seine sterblichen berreste auf den iener Zentralfriedhof berfhrt.5 MUSIKALISCHE ENTICKLUNG Zu Beethovens ichtigsten erken zhlen neun Sinfonien, sieben Konzerte, 16 Streichquartette, 32 Klaviersonaten, zehn Sonaten fr Violine und Klavier, fnf Sonaten fr Cello und Klavier, eine Oper Fidelio 180405, zeite Fassung 1806, dritte Fassung 1814, zei Messen, mehrere Ouvertren und zahlreiche Klaviervariationen. Sein Schaffen lsst sich in drei annhernd gleich lange Perioden einteilen In der ersten Phase, die das Bonner Frherk und die ersten iener Jahre umfasst, knpfte er zunchst an die Kompositionstechniken von Haydn und Mozart an und erschloss sich damit Zug um Zug den komplexen Stil der reifen iener Klassik. So gestaltete er z. B. das Streichquartett in A-Dur op. 185 1800 in deutlicher Anlehnung an Mozarts Streichquartett KV 464. Das Frherk eist dabei insgesamt eine groe und bunte Flle von Formen und Besetzungen auf, ie es fr die Musik des spten 18. Jahrhundert charakteristisch ist. Immer ieder finden sich hier jedoch bereits jene beharrlich pathetischen und hochdramatischen Gesten, die Beethovens Personalstil kennzeichnen.In der zeiten Phase nach 1802 bildete sich der fr Beethoven charakteristische, hochklassische Stil voll aus. Seine erke in der Zeit zischen 1802 und 1812 ereitern nun beusst die Formensprache Haydns und Mozarts zugleich reduziert Beethoven die formale Vielfalt und konzentriert sich immer mehr auf einige enige, als zentral empfundene Gattungen. Beethovens zunehmend mhelose Beherrschung der Kompositionstechniken fhrt dazu, dass die erke der mittleren Schaffensphase immer substanzhafter erden. Die im Frherk manchmal etas eitscheifigen und scherflligen Formverlufe erden nun gestrafft und...
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