...hierbei handelt es sich um ein anakreontisches Liederbuch, in dem sich seine gescheiterte Liebe zu der schon vorher erhnten Kthchen Schnkopf iderspiegelt. Oden und Briefe an seinen Freund E.. Behrisch Spter in Straburg entdeckte er neue Horizonte und begeisterte sich, unter dem Einflu von J.G. Herder fr Homer, Pindar, Shakespeare, Ossian und die gotische Baukunst als auch fr das Volkslied. In diesem erkannte er die ltesten Urkunden dichterischer Gestaltungskraft. Die Begegnung mit Herder ar fr Goethe sehr erfolgreich. Er erhielt von diesem viele neue Anregungen. So geann er durch ihn endlich den Abstand von allem rokokohaftem und urde mit der antirationalistischen gegen Vernunft im Mittelpunkt sibyllinischen geheimnisvoll, rtselhaft Gedankenelt Hamanns bekannt.In dieser Zeit entstanden einige seiner bedeutendsten erke Die Urfassung des FaustDer Faust ist Goethes Lebenserk, an dem er durch die Jahrzehnte immer ieder gearbeitet hat. Die Faustsage stammt aus dem Mittelalter. Sie berichtet von einem Manne, der seine Seele dem Teufel verschrieb, um dadurch zu auergehnlichen Genssen und Kenntnissen zu gelangen. Er ar Alchimist, konnte Tote erecken und eissagen. Goethe erhielt die Anregung zu seiner Dichtung durch das sptmittelalterliche Volksbuch von Doktor Faust und durch ein Puppenspiel, das durch englische Komdianten nach Deutschland gekommen ar. Durch Goethe entstand im Faust das Bild des rastlos nach ahrheit und Glck suchenden Menschen , der durch alle Hhen und Tiefen des Lebens endlich zu Gott gelangt. Das erk besteht aus zei Teilen und einem Vorspiel. Die Urfassung des Gtz von BerlichingenGtz von Berlichingen ist ein echtes erk des Sturm und Drang, unter dem Einflu Shakespeares geschaffen. Daher sind die Personen blutvolle Menschen, getrieben von Leidenschaft, Liebe und Ha. Es ist ohl das deutscheste Drama unserer Literatur. Gtz ist der lautere Charakter, fr den Treue, Recht und Gerechtigkeit noch erstrebenserte Tugenden sind. Er ist hineingestellt in eine sittenlose Zeit, in der er zerbrechen mu. Im Kampf gegen die Doppelzngigkeit und Untreue ird er selbst schuldig, denn er bricht seinen Eid. In diesem Stck urde endgltig der Bruch mit dem klassizistischen Drama vollzogen, da es sehr viele Szenenechsel gibt 59 und eder eine Einheit der Zeit noch des Ortes kennt. Die Lieder illkommen und Abschied, Heiderslein und Mailied, die er Friederike Brion idmete.Man kann dann auch sagen, da er aufgrund dieser erke zum fhrenden Dichter des Sturm und Drang aufstieg.Nach erfolgreicher Prfung 1771 ging Goethe ieder zurck nach Frankfurt, o er als Rechtsanalt in der Kanzlei seines Vaters ttig ar. Zu dieser Zeit knpfte er auch Kontakte, die fr seinen spteren Lebenslauf von Vorteil aren, ie z.B. der freundschaftliche Umgang mit Maximiliane Brentano, J.H. Merck oder auch mit J.M.R. Lenz. Diese Jahre in Frankfurt aren die entscheidenden Jahre des Reifens, da jetzt seine ohl besten erke entstanden, ie z.B. Die Gedichte anderers SturmliedPrometheusMahomets Gesang Die zeite Fassung des Gtz von Berlichingen 1773 Das Drama Clavigo 1774 Das Drama Stella 1776 Sein Briefroman die Leiden des jungen ertherDen er nach seiner Praktikantenzeit im Jahr 1772 am Reichskammergericht in etzlar, o er auch von der Liebe zu Charlotte Lotte Buff erfat urde, 1774 verfate. Dieses ohl bekannteste erk verschaffte ihm auf einen Schlag eltruhm, obohl nicht nur positive Stimmung zu vernehmen ar, sondern sich auch Kritik an diesem erk breitmachte. Zu dieser Zeit hatte er schon ieder eine Affre und zar mit Lilli Schnemann, die aber genauso, ie die anderen zuvor auch scheiterte.Ab 1774Eine reise in die Scheiz, die er 1774 unternahm, zeigte sich frderlich fr seine eitere Enticklung, genauso ie die neu errungenen Bekanntschaften mit F.G. Kloppstock, J.K. Lavater oder auch dem Grafen Stollberg. Ein Jahr spter, nmlich 1775, berief Karl August, der Herzog von Sachseneimar, Goethe in seine Residenz nach eimar. Gegen den iderstand der Beamtenschaft urde er 1776 Geheimer Legationsrat. 1779 stieg er zum Geheimrat auf, d.h. er ar somit auch Mitglied in der Regierung und 1782 schlielich urde er zum Prsidenten der Finanzkammer ernannt. Aufgrund seiner hervorragenden Arbeit urde er 1782 sogar vomKaiser geadelt.In dieser Zeit fand auch ein groer andel in Goethes Leben statt. Seine Liebe zu Charlotte von Stein und das jetzt vllig neue Ideal des ttigen Menschen andelten Goethe zum klassischen Dichter, der Klarheit der Form, Migung der Leidenschaft und organische Selbstentfaltung anstrebt. So entstanden auch seine ersten klassischen erke Grenzen der Menschheit An den Mond anderers Nachtlied, die alle drei Gedichte aren. Die Schauspiele Iphigenie und TassoZischen dem Gtz des Strmers und Drngers und der Iphigenie des Klassikers Goethe liegt eine elt. Das zeigt sich soohl im Aufbau als auch im Inhalt der Dramen. Der Gtz ist locker und in Prosa geformt, die Szenen echseln eta 50mal, die Einheit der Handlung ird nur durch die Hauptperson gehrleistet. In der Iphigenie ist der dramatische Aufbau mustergltig. Die Sprache ist in fnffige Jamben gefat, die Handlung spielt an einem Ort, in enigen Stunden. Inhalt des Gtz sind Kampf, List und Untreue. Die Spannung ird durch ueres Geschehen hervorgerufen. Auch die Tragik ist nicht tief, da Gtz an den iderrtigkeiten der Umelt zugrunde geht. irkliche Tragik entsteht aber erst, enn auch die inneren Konflikte des Helden geschildert erden. Die Iphigenie hat die luternde irkung einer groen, reinen Seele zum Thema. Iphigeniens Konflikt ist ein innerer sie kmpft sich durch zu ahrer Seelengre Reinen Herzens bleiben, das ist das Hchste, dessen der Mensch fhig ist. Der Bildungsroman ilhelm Meisters LehrjahreSein andel zum klassischen Dichter beirkte aber auch, da das bloe Naturerlebnis, elches vor allem im erther seinen Hhepunkt fand, zurckgedrngt urde und an dessen Stelle die naturissenschaftliche Forschung trat. So entdeckt er z.B. 1784 den Zischenkieferknochen und nach und nach kam er auch mit seiner Methode der morphologischen die uere Gestalt betreffend, der Form nach Betrachtung voran. Allerdings beengte dies und seine amtlichen Verpflichtungen und Stellungen sein Dichterherz so, da er 1786 regelrecht nach Italien floh. Dort blieb er bis 1788 und verfate dort auch erke ie EgmontEgmont zeigt eine neue Stufe in Goethes Schaffen. Die Handlung ist gegenber dem Gtz einheitlicher, auch steht nicht mehr das beegte uere Geschehen im Vordergrund, sondern das innere, das seelische, der Charakter. Die Prosafassung der Iphigenie in Blankverse umgearbeitet und Tasso und die Rmischen Elegien1789 nach eimar zurckgekehrt begann Goethe die Leitung des Hoftheaters zu bernehmen 1791 und fhrte so auch diese Bhne zu eltruhm Engagement bis 1817. Seine sptere Frau Christiane Vulpius lernte er 1788 kennen. Er heiratete sie 1806 und sie gebar ihm fnf Kinder, von denen aber nur August die Kindheit berlebte. 1790 idmete er sich allerdings immer noch der Forschung und erstellte so auch die Bcher ber die Metamorphose der Pflanzen un...
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